Geschichte des Fechtens
Historie der schlagenden Verbindungen
Das akademische Fechten hat eine lange Tradition. Der Sinn der Mensur liegt in der Überwindung der Furcht durch Selbstkontrolle und Selbstbeherrschung.
Im Kern ist die Mensur ein relativierendes Extrem-Erlebnis: jede Partie packt so viel Stress, Druck und - am Ende - kathartische Erleichterung, dass andere Hochstresssituationen des Lebens - Prüfungen, Examen, Präsentationen, Verhandlungen - stark an subjektiver und realer Bedrohlichkeit einbüßen.
Leider wurde und wird dieses Bewältigen und Relativieren von Stesssituationen und die daraus resultierende Aufwertung des Selbstwertgefühls von Außenstehenden oft als Arroganz augefasst, sodass sich das populäre Bild des Corpsstudenten als "elitär" versnobt und überheblich prägen konnte.
Allerdings ist es auch eben diese persönlichkeitsbildende Einstellung, die dem Einzelnen im späteren Berufsleben zu überdurchschnittlichen Erfolg verhelfen kann.
Denn die Mensur räumt mit Selbsttäuschung auf. Sie reduziert den Fechtenden auf seine primäre Persönlichkeit, entdeckt ihm seine Schwächen und Ängste. Doch sie gibt ihm zugleich die freie Wahl und die Mittel, sich ihnen zu stellen und gegen sie zu bestehen - und diese grundlegende Erfahrung des Bestehens im Leben umzusetzen..